Die schmutzige Seite sauberer Energie
Veröffentlicht am 2. Oktober 2019 um 17:02 Uhr von Verena Hartmann

Die schmutzige Seite sauberer Energie

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Würden Sie freiwillig krebserregende Substanzen auf ihrem Dach installieren?

Wahrscheinlich nicht!

Doch kaum ein Bürger kennt die giftige Kehrseite von Solaranlagen in ihrem vollen Umfang. Während die Gefahren und Probleme von Kohle- und Atomstrom in aller Breite medial dargestellt werden, gilt dies für die sogenannten sauberen, erneuerbaren Energien leider nicht. Dabei ist das Risiko, dass von Photovoltaikanlagen ausgeht kein geringes.

So warnt eine gemeinsame kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommene Studie des Instituts für Photovoltaik (IPV) und des Instituts für Siedlungswasserbau, Wassergüte und Abfallwirtschaft (Iswa) in aller Deutlichkeit vor den Risiken einer unkontrollierten Nutzung und vor allen Dingen Entsorgung von Solaranalgen. Denn entgegen früherer Annahmen zeigt sich, dass krebserregende Stoffe wie Blei und Cadmium, die in relativ großen Mengen in Solaranalgen vorkommen, wasserlöslich sind und somit bspw. durch Regenwasser mitgewaschen werden können.

Die EU hat in ihrer Richtlinie im Umgang mit schädlichen Stoffen unter dem Namen „Restriction of Hazardous Substances“ (RoHS) Blei als Lötzinns zwar eigentlich verboten, für die Solarindustrie jedoch eine freundliche Ausnahme dieses Verbots konstruiert.

Doch was bedeutet diese Ausnahme für uns Bürger?

Es bedeutet, dass bereits durch einen kleinen Riss oder Bruch in der Oberfläche eines Solarpanels hochgradig krebserregende Stoffe durch Regen und Feuchtigkeit in die Umwelt gelangen können.

Bei einer Anzahl von 9.167 Tonnen Photovoltaik-Müll, Tendenz steigend, die im Jahre 2016 alleine in deutschen Privathaushalten angefallen ist, muss dringend auf diese noch dunkle Seite der „grünen Energiewende“ hingewiesen werden! Denn der politische Zwang auf die Privathaushalte, um auch das letzten „Quadratmeterchen“ Dach mit Solarpanelen vollzukleistern kennt keine Grenzen.

Die globalen gesundheitlichen und umweltschädlichen Schäden, die bei der Nutzung von Solaranalgen in weniger gut regulierten Ländern unserer Erde durch falsche Entsorgung entstehen, sind heute noch kaum auszumalen.

Fakt ist jedoch,

jede Energienutzung hat ihre Schattenseiten. Und wir täten gut daran, diese nicht totzuschweigen!

 

Quelle: https://www.uni-stuttgart.de/universitaet/aktuelles/presseinfo/Schadstoffe_aus_Photovoltaik-Modulen/
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