Industriegebiet Wald!
Veröffentlicht am 2. Oktober 2019 um 17:12 Uhr von Verena Hartmann

Industriegebiet Wald!

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3.500 Tonnen Beton, 2.800 Tonnen Stahl, 350 Tonnen Verbundwerksstoffe, 150 Tonnen PVC, Kupfer und Aluminium, sowie weitere 150 Tonnen elektrische Komponenten. Dieses Industriemonster wird, geht es nach dem Wunsch der Grünen und ihrer Ableger, in naher Zukunft auf dem Standardpostkartenmotiv eines deutschen Durchschnittswaldes sein.

Über 29.000 „On-Shore“ Windenergieanlagen sind bereits auf deutschem Boden installiert.

Nach Datenlage der „Fachagentur Windenergie an Land“ wurden bis Ende 2017 hiervon 1.854 WEA in Waldgebieten errichtet. Dies sind schon jetzt bereits rund 7% des Gesamtaufkommens. Da Deutschland noch immer zu einem guten Drittel aus Waldfläche besteht und geeignete Flächen in Flachlandgebieten immer seltener werden, geht es dem Wald, seinen Bewohnern bald noch mehr an den Kragen. Neben den jährlich alleine 250. 000 geschredderten Fledermäusen, den Rotmilanen, Schwarzstörchen und Mäusebussards wird so aus purer Ideologie heraus das letzte bisschen Natur in unserer aller näheren Umgebung zu einer Industriegroßanlage umgewandelt.

Der Ingenieur Detlef Ahlborn hat berechnet, dass etwa eine Verdopplung der aktuellen Anzahl an Windkraftanlagen von Nöten ist, um das von der Regierung gesetzte Ziel von 25% Stromanteil aus Windkraft dauerhaft zu realisieren. Das wäre ein Windpark etwa alle 8 Kilometer. Von Flensburg – München.

Wer die Krater einmal mit eigenen Augen gesehen hat, auf denen solch ein Industrieungetüm errichtet wird, versteht die problematische Dimension dieses Ziels erst richtig. Denn nicht nur der sichtbare, sondern vor allem der unsichtbare, unterirdische Teil einer Windkraftanlage ist Naturzerstörung in Reinform.

350m² versiegelte Bodenfläche, gefüllt mit Beton und Stahl hinterlässt wortwörtlich ein Bild der Verwüstung.

Klimapolitik wird so auf dem Rücken von Natur- und Umweltschutz ausgetragen, ohne Rücksicht auf Verluste. Die Forderungen etwa vom GRÜNEN Umweltminister Franz Untersteller aus Baden-Württemberg und seinem SPD Amtskollegen Olaf Lies aus Niedersachsen sind hierfür bezeichnend. Beide fordern eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren zum Bau neuer Windkraftanlagen und weniger Einspruchsmöglichkeiten seitens der Bürger.

Fakt ist,

dass jede in Waldgebieten errichtete Windraftanlage unserer Natur, unseren Bürgern und unserem Land ein Stück Lebensqualität raubt und die gegenwärtige Politik diese Entwicklung nicht nur wohlwollend in Kauf nimmt, sondern bewusst fördert.

 

Quelle: https://www.spektrum.de/kolumne/windkraft-im-wald-mehr-schaden-als-nutzen/1392939
Bildquelle: AdobeStock 257750732