Ist die Regierung noch ganz dicht?
Veröffentlicht am 8. Oktober 2019 um 10:28 Uhr von Verena Hartmann

Ist die Regierung noch ganz dicht?

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Der Traum vom Eigenheim entpuppt sich in Deutschland spätestens seit der Verschärfung der Energie-Ausweis-Pflicht (EnEv) aus dem Jahre 2014, zu einem planwirtschaftlichen Hochseilakt nach Wünschen der Meinungsmacher.

Getreu dem Motto „Dämm oder stirb“ ist heute kaum mehr ein Büro, Ein- oder Mehrparteienhaus in Deutschland frei von Styroporplatten. Klar das die Chemielobby sich darüber freut und kurzerhand verkündet: Styropor (EPS) „ist in Bezug auf Energiewende und Klimaschutz systemrelevant und unverzichtbar.“

Und die Zahlen sprechen tatsächlich dafür.

Bereits im Jahr 2012 beinhalteten 80% aller Wärmeverbundsysteme an deutschen Häuserwänden Styropor, Tendenz steigend. Doch ist diese Klimapolitik wirklich nachhaltig? Die Antwort ist ein klares NEIN. Das beste Beispiel hierfür ist der Fall des Brandschutzmittels „Hexabromcyclododecan“ (HBCD). Ein Zusatzstoff u.a. bei Dämmplatten, der aufgrund seiner besorgniserregenden gesundheitlichen Auswirkungen auf Mensch und Tier, seit 2013 einem weltweiten Herstellungs- und Anwendungsverbot unterliegt. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

Für Dämmplatten als Haupteinsatzbereich wurden politisch motiviert, großzügige zeitliche Fristen geschaffen. So stehen wir heute vor dem Problem, dass eine große Anzahl neu gedämmter Häuser, wahre Sondermüllfässer sind. Auch die Regierung hat dies im Jahre 2016 erkannt. Doch anstatt umweltgerecht auf dieses drohende Desaster zu reagieren, hat sie HBCD Ende 2016 mit einem Federstrich einfach den Status von Sondermüll genommen und so das Entsorgungsproblem der Styroporplatten für nichtig erklärt.

Diese Entscheidung, so ökonomisch positiv sie für die Eigentümer ist, da die Entsorgungskosten nun keine astronomischen Summen mehr bedeuten, hat aus umweltpolitischer Perspektive nichts, aber auch gar nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Hier wurde und wird weiterhin ein auf Erdöl basierendes mit Umweltgiften zugesetztes und biologisch nicht abbaubares Produkt im Namen des Klimas einem jeden Immobilieneigentümer mit großzügigen Subventionen und horrenden Strafen aufgezwungen. Dadurch erhöhte Entsorgungskosten werden durch manipulative Eingriffe ins Recht einfach verschleiert.

Fakt ist,

dass der Dämmwahnsinn in Deutschland inzwischen Ausmaße angenommen hat, die uns Allen zu bedenken geben sollten, wie nachhaltig und vor allem ganzheitlich diese Klimapolitik wirklich ist.

 

Quellen:

http://www.ivh.de/FAQ_I2059.whtml
https://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/mieten-und-wohnen/daemmung-ist-oekologisch-zweifelhaft-und-teuer-12933587.html

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