„Die Familie ist es, die in unseren Zeiten nottut, (…)“ (Stifter).

Familie

„Die Familie ist es, die in unseren Zeiten not tut, (…)“ (Stifter).

Nach meinem Leitbild, kann eine gesunde Gesellschaft nur mit einem respektvollen Umgang in der Familie gedeihen. Denn der Zusammenhalt auf großer Ebene, erfordert den engen Zusammenhalt im Kleinen.

Bedauerlicherweise ist diese simple Einsicht in den vergangenen Jahrzehnten politisch zunehmend außen vor gelassen worden.

Die Kernforderungen lauten daher:

  • Familien stärken
  • Altersarmut wirksam bekämpfen
  • Steuererleichterungen für Familien
  • Ein klares NEIN zu „Kinderehen“

Familienarmut = Kinderarmut

Es ist mir ein Rätsel, warum Kinder- und Jugendarmut so häufig in politischen Debatten getrennt von Familienarmut diskutiert werden. Wie auch der rheinland-pfälzische Landespfarrer Albrecht Bähr zu Recht feststellt, ist die Frage der Kinder- und Jugendarmut – (…) eine Frage der Familienarmut.1

Denn die Wurzel des Problems der Kinder- und Jugendarmut liegt vordergründig in einer übermäßigen finanziellen Belastung von Familien mit Kindern, die zusätzlich verschärft wird, durch eine wenig gut ausgebaute entlastende Infrastruktur. Die Studie der Bertelsmann-Stiftung im Jahr 2017 hat den Finger in die Wunde gelegt und die hohe Anzahl an Kinder- und Jugendarmut in Deutschland statistisch großflächig in Zahlen erfasst. Doch seither ist diese Wunde nicht kleiner, sondern größer geworden. Wir brauchen keine weiteren kurzfristig gedachten Umverteilungsmaßnahmen, sondern eine sofortige und spürbare Entlastung für Familien auf zwei Ebenen.

  1. Steuerentlastung
  2. Angemessene und flächendeckende Infrastruktur für eine bessere gesellschaftliche und soziale Teilhabe

Quelle:
1. https://www.landtag.rlp.de/landtag/ausschuesse/soziala-6-17.pdf

Kinderarmut = Familienarmut
Kindesmissbrauch

Kindesmisshandlung ein dunkles Kapitel der Gesellschaft!

„Deutschland misshandelt seine Kinder“!

So heißt ein Buch der beiden Rechtsmediziner Saskia Guddat und Michael Toskos aus dem Jahr 2014. Und in der Tat ist der Schutz von Kindern in Deutschland nach wie vor unbefriedigend.

Dies liegt nicht nur an den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die Politik muss sich dafür stark machen, das Thema „Kindesmisshandlung“ in den Fokus der Gesellschaft zu stellen. Denn nur wenn der Status eines Tabus aufgebrochen wird, kann sich ein breiter Diskurs über ein für die Gesellschaft scheinbar unangenehmes Thema entwickeln.

Totschweigen hilft stets den Tätern und schadet den Opfern.

So stellt Gina Graichen, Erste Kriminalhauptkommissarin in Berlin zurecht fest:

„Eine öffentliche Diskussion über das Thema Kindesmisshandlung kann nur zum Wohle der davon betroffenen Kinder sein, weil so wieder einmal ins Bewusstsein rückt, was meist nur im Verborgenen stattfindet. Wir reden ja nicht über seltene Ausnahmen, sondern über weiterhin hohe Fallzahlen, die zwar zurzeit nicht steigen, aber auf einem sehr hohen Niveau stagnieren.“ 1

Kinderschutz braucht viele Augen!

Quelle:
1. https://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsmediziner-klagen-kindesmisshandlung-an-deutschland-verleugnet-im-kollektiv/9405294.html

Kinderschutz vor Raucherschutz

Wer seit dem 20. Mai 2016 seinen Einkaufswagen durch die schmalen Supermarktgänge hin zur Kasse bewegt, muss sich häufig an einen schlechten Gruselfilm oder eine Geisterbahn erinnert fühlen. Denn seit diesem Zeitpunkt gelten die EU-Richtlinien zu bildlichen Warnhinweisen auf Tabakerzeugnissen. Insgesamt mind. 65% der Packungsoberfläche müssen seitdem mit zum Großteil wirklich schockierenden Bildern bedruckt sein 1. Diese an dunkle Kapitel „Schwarzer Pädagogik“ erinnernden Maßnahmen seitens der EU, sind nicht nur in ihrem Effekt auf Raucher durchaus fraglich, sondern können gerade in ihren Nebeneffekten auf Nicht-Raucher und insbesondere Kinder und Jugendliche fatale Folgen haben. „Ja solche Bilder können sensiblen Kindern durchaus ein Leben lang im Gedächtnis bleiben2, sagt die stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes Cordula Lassner-Tietze hierzu. Gerade die Großpackungen von Tabak, die an den Supermarktkassen häufig auf Augenhöhe der Kinder nebst der Süßwarenauslage platziert werden und für Schockmomente sorgen (sollen), ist in dieser rücksichtslosen Form unzumutbar.

Bei aller Liebe zu Aufklärung über die schädlichen Nebenwirkungen von Tabakkonsum, diese Methoden in solch unkontrolliertem Ausmaß sind mehr schädigend als nützlich. Nicht nur lassen sie den Großteil der eigentlichen Zielgruppe wohl unbeeindruckt zurück, vielmehr können sie gerade in jungen noch heranwachsenden Köpfen, langlebige verstörende Assoziationen auslösen.

Deshalb muss die Priorität klar benannt werden. Kinderschutz vor Raucherschutz.

Quelle:
1. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32014L0109&from=DE
2. https://www.wn.de/Welt/Wirtschaft/2016/08/2486316-Zigaretten-Schockbilder-belasten-sensible-Kinder-Wenn-der-Schreck-zur-Belastung-wird

Kinderschutz vor Raucherschutz

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