Tourismus

Tourismus

„Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon“ (Augustinus).

Ein funktionierender Tourismus dient nicht alleine der Erholung. Er prägt auch den kulturellen Austausch und trägt so maßgeblich zum Bild Deutschlands in der Welt bei. Auch als Wirtschaftszweig ist der Tourismus für unser Land mit all seinen facettenreichen Natur- und Kulturschönheiten von großer Bedeutung.

Die Kernforderungen lauten daher:

  • Bürokratieabbau für kleine und mittelständische Reisveranstalter
  • Arbeitsplätze im Tourismus sichern
  • Innovationen erkennen und richtig vermarkten

Tourismus im ländlichen Raum fördern ist kein Hochseilakt!

Nach Angaben des BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft), gelten etwa 90% Deutschlands als ländlicher Raum.1  Diese Fläche wird hierbei aber gerade einmal von etwas mehr als der Hälfte der Einwohner als Lebensmittelpunkt gewählt. Der Rest unserer knapp 80 Millionen Einwohner, also fast 40 Millionen, drängt sich in den Ballungszentren zusammen. Diese Schieflage hat natürlich viele Ursachen und Auswirkungen, Risiken, aber auch Chancen. Eine dieser Chancen sehe ich im Tourismus. Der ländliche Raum ist prädestiniert dafür, die Erholung, Ruhe und Naturnähe in das Leben der im Ballungszentrum gestressten Menschen zurückzubringen. Wir müssen nicht in die Ferne, um der Hektik des Alltags zu entfliehen.

Doch die gegenwärtige Politik hat noch nicht einmal ein einheitliches Konzept zum Thema „Tourismus im ländlichen Raum“.2  Klar, dass eine übergeordnete Marketingstrategie und wirkungsvolle Fördermaßnahmen in diesem Bereich weiterhin fehlen. 90% der Touristen in ländlichen Gebieten sind Inlandstouristen.3  Das Potenzial, auch ausländische Touristen für die Schönheit unserer ländlichen Gebiete zu begeistern und so den Sektor ökonomisch zu befeuern, ist immens.

Doch hierfür brauchen wir neben einer professionellen Infrastruktur, die ein ausgereiftes Marketingkonzept genauso umfassen, wie ländliche Herbergen mit annehmlichen Qualitätsstandards, auch eine deutliche Bürokratieentlastung für kleine und mittelständische Betriebe der Tourismusbranche.

Quelle:
1. https://www.bmel.de/DE/Laendliche-Raeume/Infografiken/_node.html
2. Rein, Hartmut et al. (2012): Tourismus im ländlichen Raum. Springer Verlag: Wiesbaden.
3. https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Tourismus/tourismusperspektiven-in-laendlichen-raeumen.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Tourismus
Der schleichende Tod unserer Kulturdenkmäler

Der schleichende Tod unserer Kulturdenkmäler

Deutschland ist ein kulturell unschätzbar reiches Land. Dieser Reichtum in all seiner Vielfalt spiegelt sich eindrucksvoll in der Schlösser und Burgenlandschaft wider. Experten gehen von rund 25. 000 Schlössern, Burgen und Burgruinen aus, die sich auf deutschem Boden befinden. Zahlreiche Touristen zieht es Jahr für Jahr nach Deutschland, um etwa das „Märchenschloss“ Neuschwanstein, das über der Stadt thronende Schloss am Neckar in Heidelberg, die in einer malerischen Felslandschaft eingebettete Festung Königstein oder die durch Luther berühmt gewordene Wartburg hautnah zu erleben. Doch der Schein trügt.

Deutschlands Burgen und Schlössern geht es schlecht. Sehr schlecht sogar. Alleine in Sachsen sind von rund 800 Schlössern, Burgen und Herrenhäusern ca. 500 stark baufällig. 40 sind sogar einsturzgefährdet. Nur etwa 250 gelten dagegen als bestandsgesichert. 1  Eine erschreckende Zahl und zugleich symptomatisch für den Umgang mit unserer deutschen Kultur. Dass die sächsische Regierung angesichts dieser verheerenden Statistik auch noch die Teilnahme an einer vom Bund geförderten Stiftung zum Kulturerhalt bisher verweigert, lässt mich kopfschüttelnd zurück. Auf eine Antwort einer kleinen Anfrage, sagte das Staatministerium in Sachsen jüngst sogar: „Der Denkmalschutz im Freistaat Sachsen ist, auch im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern, seit Jahren eine Erfolgsgeschichte“. 2  Schlimm muss es um Deutschlands Kulturdenkmäler bestellt sein, wenn die sächsische Regierung diese Zahlen als deutsche Erfolgsgeschichte präsentiert. Für mich ist eine länderübergreifende Förderungsstruktur dringend notwendig. Nur so kann unsere Kulturlandschaft wieder blühen und Menschen für die Schönheiten unseres Landes begeistern.

Quelle:
1. https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/verfallene-schloesser-promnitz-kein-einzelfall-12901440.html
2. https://kleineanfragen.de/sachsen/6/15579-nutzung-von-bundesmitteln-fuer-mitteldeutsche-schloesser-und-gaerten.txt

Bildquellen: AdobeStock 167777578, 175306651, Pixabay 1742194_1920